Chicago

Al Capone, Bandenkriege, Schlachthöfe, Korruption- die Assoziation, die aus der Fernsicht zu Chicago in uns aufsteigen, sind nicht die besten. Dich die Stadt am majestätischen Lake Michigan- ein Binnensee mit Ozeanqualität- ist längst zu einer vielschichtigen Acht-Millionen-Metropole angewachsen. Ihr Attribut von der “Windy City” beschreibt vornehmlich den Wind, der fast unablässig über den großen See weht. Das Wrigley Building im spanischen Renaissance-Stil bildet ein Element der “historischen Folie”, vor der die moderne Architektur ihren Siegeszug angetreten hat.

Architektur

“Form follows function”- dass die Form der Funktion zu folgen haben, war eine der Forderungen an die Gestaltung der seinerzeit jungen Generation aufstellen. Mit Stolz kann die Stadt darauf verweisen, geradezu ein Freilichtmuseum der Architektur zu sein. Chicago ist die drittgrößte amerikanische Stadt, nach New York und Los Angeles, aber es nennt sich neuerdings “The first american city”, die erste unter den amerikanischen Städten. Das höchste Gebäude ist der Sears Tower auf dem Loop, mit einhundert Aufzügen und sechzehntausend Menschen, die in ihm arbeiten. Das glänzendste ist das North Walker Building, in dessen Glasfassade sich der Wolfspoint am Wasser spiegelt. Das markanteste ist sicher immer noch das Wrigley Building, das einen Anklang an Sevilla in Spanien vermittelt. Respektvoll klappen die Brücken über dem Chicago River hoch, wenn die Segler die Saison eröffnen.

Geschichte

Auf der Basis florierender Wirtschaftskraft ist eine Stadt entstanden, die wie keine andere einen allamerikanischen Stil gefunden hat. Chicagos Lage am Wasser erwies sich als glücklicher Umstand: Bereits 1825 wurde mit dem Erie-Kanal die Verbindung zum Atlantik, mit dem Illinois-Michigan-Kanal 1848 die Verbindung zum Mississippi geschaffen. Der Bau der Eisenbahnlinie besorgte ein Übriges, die aufstrebende Wirtschaftskraft Chicagos zu fördern. Zu den Facetten, die eine Weltmetropole ausmachen, zählen auch die Freizeit-Aktivitäten: Längst auch in Deutschland ein Superstar, stand der Chicagoer Basketball-Profi Michael Jordon stellvertretend für den Spitzensport in seiner Heimat. Ebenso wie die Basketballer der Bulls, die Footballer der Bears oder die Baseballer der Cups und der Sox Tausende Sportbegeisterte zu überschwänglichen Aktivitäten animieren, zieht auch das enorme Musikangebot der Stadt am Lake Michigan Interessierte aus aller Welt an.

Für viele Besucher bildet Chicago nicht zuletzt deshalb den Startpunkt ihrer Reise, weil hier der Beginn der legendären “Route 66″ liegt. Aber vor allem ist Chicago das größte Freilichtmuseum der Architektur weltweit und die Architektur wiederum ist die eindrucksvollste Erscheinung des American way of life.

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Foto: Kenneth Sponsler – Fotolia.com

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Illinois

Illinois ist der 21. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und befindet sich im Mittleren Westen der USA. Die Fläche von etwa 140.000 km² ist aufgeteilt in 102 Countys. Illinois grenzt an die Staaten Iowa, Missouri, Kentucky, Wisconsin und Indiana sowie im Nordosten an den Michigan See. Von den ca. 13 Millionen Einwohnern lebt ein Großteil in der Metropolregion Chicago und nur etwa 115.000 in der Hauptstadt Springfield.

Industrie

Mit seinen 83% landwirtschaftlicher Fläche ist der Bundesstaat einer der wichtigsten Agrarstaaten der USA. Dem fruchtbaren Böden hat das Land auch den Beinamen “Prairie State” zu verdanken.
Wirtschaftsschwerpunkt ist die Landwirtschaft, insbesondere der Soja- und Maisanbau. Weitere bedeutende Industriezweige sind die Lebensmittelindustrie sowie Eisen- und Stahlindustrie. Industrielles Zentrum ist Chicago. Die Stadt ist auf Grund ihrer Lage einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der USA mit zahlreichen Wasser- und Eisenbahnanbindungen und dem O’Hare International Airport, der einer der größten Verkehrsflughäfen der Welt ist. Des Weiteren verfügt Illinois über Kohlevorkommen und kleinere Erdgas- und Erdölvorkommen.

Geschichte

Der Name Illinois leitet sich von der Bezeichnung Illiniwek oder Illini, was “Das Volk” bedeutet, ab. Dies war die Eigenbezeichnung einer indianischen Konföderation, die sich in der Mitte des 17. Jahrhunderts im heutigen Staatsgebiet bildete. 1712 wurde das Terrain der französischen Kolonie Louisiana zugeführt, um 1763 an Großbritannien abgegeben und 1784 von den USA übernommen zu werden. Schließlich wurde Illinois am 03. Dezember 1818 zum 21. Bundesstaat der Vereinigten Staaten, zunächst mit der Hauptstadt Kaskaskia und seit 1837 mit der heutigen Hauptstadt Springfield.
Die gesetzgebende Staatsgewalt des Landes bildet das Illinois General Assembly, bestehend aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat. Springfield war über 30 Jahre die Wahlheimat von Abraham Lincoln (16. Präsident der Vereinigten Staaten), weshalb Illinois auch oft “The Lincoln Land” genannt wird. Weitere bekannte Bürger des Landes sind Ernest Hemmingway und der in Tampico geborene Ronald Reagan (40. Präsident der Vereinigten Staaten).

Kultur

Den kulturellen Mittelpunkt bildet Chicago. Die Stadt beherbergt mehrere renommierte Theater und Museen. Berühmt wurde die Stadt auch durch seine moderne Wolkenkratzerarchitektur. Der 442m hohe Willis Tower (ehemaliger Sears Tower) ist der höchste Wolkenkratzer der USA und die fünfthöchste freistehende Konstruktion der Welt. Ferner ist Chicago Ausgangspunkt der Route 66, die nach 2.448 Meilen in Los Angeles endet.

Foto: Illinois Secretary of State – Seal of Illinois

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Route 66

Jeder kennt die Route 66. Doch diese zu befahren ist ein Wunsch, den sich nur wenige erlauben. Den Anfang der berühmten Straße findet man in Los Angeles in Amerika und geht durch acht Bundesstaaten bis nach Chicago zum Michigansee. Auf der Strecke erlebt man das wahre Amerika in seiner alten Blüte und Fülle.

Von Kalifornien bis Chicago

Durch das schöne und warme Kalifornien geht es nach Arizona über und weiter nach Flagstaff fahren. Dort findet man den Wilden Westen wider und kann das Lowell Observatorium besichtigen, in Northern Arizona das größte. Archäologische Stätten kann man schnell mit dem Auto erreichen. Durch Arizona geht es südlich vom Grand Canyon weiter bis in den dritten Bundesstaat New Mexiko mit einem Bogen nach Albuquerque, welche sehr reich an Naturschönheiten ist und die Häuser im alten Adobe-Baustil entstanden sind. Von Albuquerquer geht es weiter in das Örtchen Santa Fe.
Dort kann man die historischen Bauten, wie beispielsweise das älteste öffentliche Gebäude der USA, der Gouverneurspalast von 1610. Die San Miguel Kirche stammt aus dem Jahr 1628. Im Anschluss geht die Reise durch die Wildnis weiter nach Texas in das sehr schöne Amarillo. Dort befindet sich das “The Big Texan” ein Restaurant mit einem 2 Kilo schweren Beefsteak, welches man nur kostenlos bekommt, wenn man es in unter einer Stunde essen kann.

Amerika Hauptstraße

Ein Ausflug von Amarillo lohnt sich allemal zum Lake Meredith und dem nördlich gelegenen National Park. Südöstlich findet man den Palo Duro Canyon der zweitgrößte Canyon nach dem Grand Canyon. In Oklahoma macht die Route 66 einen Stop in Oklahoma City, der Hauptstadt, und man kann dort die eigentliche Zivilisation des Landes wieder finden und die Caynons mit der außergewöhnlich schönen Landschaft nimmt ein Ende.
Nun weiter in das recht kleine Örtchen Tulsa geht es eine kleine Ecke rein nach Kansas auf nach Missouri weiter in das sehr schöne St. Louis. Unbedingt sehen und befahren muss man in St. Louis The Gateway. Die Stadt ist eine Metropolregion. Nun zum Schluss der Route 66 geht es Richtung Norden nach Illinois und nach Springfield und die Endstadt wäre dann das schöne Chicago. Man muss für die Strecke circa 3939,7 Kilometer Autofahren in Kauf nehmen, um das Lande kennenzulernen, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Die Route 66 in Amerika, wird gerne auch “Mother Road” aber auch “America´s Mainstreet” genannt.

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